Als eine der größten und ältesten Sammlungen von Fotos, die je ein Unternehmen inne hat, gilt die Foto Sammlung von Polaroid. Nachdem das Unternehmen schon 2005 Konkurs anmelden musste, wurde es von der Petters Group Worldwide, einer Investmentfirma, übernommen. Allerdings war das Unternehmen in kriminelle Machenschaften verwickelt, der einzige Geschäftsführer, Thomas J. Petters, wurde im April diesen Jahres zu 50 Jahren Haft verurteilt. Grund dafür war der Schaden in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar, den das Unternehmen mit Hilfe des Schneeballsystems seinen Opfern zugefügt hatte.
Polaroid stand erneut zum Verkauf und wurde im vergangenen Jahr für 88 Millionen Dollar von einem Joint Venture gekauft. Dennoch bestehen nach wie vor Schulden, so dass bereits zum zweiten Mal Konkurs angemeldet werden musste. Die besagte Foto Sammlung blieb immer im Besitz von Polaroid und umfasst mehr als 16.000 Fotos. Polaroid hatte einst jungen, aufstrebenden Künstlern gratis Kameras und Filme zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz dazu erhielt das Unternehmen Schnappschüsse der Künstler für seine Sammlung zur Verfügung gestellt.
Sotheby´s, das bekannte Auktionshaus, will nun am 21. und 22. Juni einen Teil der Sammlung versteigern. Erwartet werden Erlöse von 7,5 bis 11,5 Millionen Dollar, mit denen die Gläubiger befriedigt werden sollen. Sotheby´s setzte dabei auf wenige Fotos, die sich in einer Auktion gut verkaufen ließen. Man hofft darauf, dass die restliche Sammlung an eine Institution verkauft werden kann. Ziel der Auktion soll es laut dem Auktionshaus sein, so wenige Fotos wie möglich zu versteigern und damit höchstmögliche Erlöse zu erzielen.
Eingeschaltet wurde das Auktionshaus, nachdem der Privatverkauf, der schon im vergangenen Jahr versucht wurde, gescheitert war. Mittlerweile werden aber auch Gerüchte laut, dass die betreffenden Künstler ihre Rechte an den Fotos geltend machen wollen. Bis dato sind jedoch noch keine schriftlichen Aussagen hierzu verlautet.
