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Leichlingen: Google-Fotos in der Kritik

Die Stadt Leichlingen sorgt derzeit für Aufsehen in den Medien. Bekannt ist seit langem, dass der Internet-Gigant Google mit Kamera-Wagen durch die deutschen Städte und Gemeinden fährt. Ziel ist es, jede nur erdenkliche und befahrbare Straße fotografisch festzuhalten und ins Internet zu stellen. In der Vergangenheit gab es viel Streit um diese Maßnahmen der größten Suchmaschine im Web. Allerdings setzt die Stadt Leichlingen den Diskussionen die Krone auf.

Der Bürgermeister Ernst Küchler verlangt von Google für jeden Kilometer der fotografierten Straßen eine Nutzungsgebühr von 25 Euro. Nicht nur die Leichlinger sind entsetzt von diesen Forderungen. Eine hitzige Diskussion ging bereits online um die Welt. Hier beschwerten sich die Bürger über die hinterwäldlerische Stadtpolitik. Auch wiesen einige Bürger darauf hin, dass bereits 1999 ein Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe besagte, dass solche Sondernutzungssatzungen verboten seien.

Die Stadt selbst befürchtet den Missbrauch der Daten ihrer Stadt und will den Internet-Giganten mit ihren Forderungen abschrecken. Das Ganze kann jedoch schnell nach hinten losgehen, wie der Vorschlag eines der Diskutierenden zeigt. Laut ihm solle Google zum Gegenangriff übergehen und einfach die Stadt und den Begriff Leichlingen aus dem Index streichen. Das wäre nicht nur für die Stadt fatal, sondern auch für die dort ansässigen Unternehmen, die über das Web nicht mehr gefunden werden könnten.

Eine andere Idee der Leser besteht darin, wenn schon Gebühren für die Fotos der Straßen verlangt werden, sollten die Anwohner an den Einnahmen beteiligt werden. Schließlich hätten sie die Straßen bezahlt und sollten auch von daraus entstehenden Einnahmen profitieren.