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Digitale Fotografie im Röntgen-Look

Der bekannte Künstler und Fotograf Nick Veasey will das Innerste zu äußerst kehren. Dafür nutzt er die digitale Fotografie und verbindet diese mit den Röntgen-Bildern. Conrad Röntgen, der von 1845 bis 1923 lebte, ist der Vater der Röntgen-Aufnahmen, die aus unserer modernen Medizin nicht mehr wegzudenken sind. Auch Veasey wandelt seit Jahren auf den Spuren Röntgens. In einem Atelier, das mit seinen Stahl- und Bleiwänden eher einem Bunker ähnelt, nutzt Veasey die Kraft der Röntgenstrahlen, um auf Bildern die inneren Werte von Pflanzen, Tieren und Menschen abzubilden.
Er selbst gibt an, dass er, trotz der jahrelangen Arbeit mit den Röntgenstrahlen gesund sei, ebenso wie seine beiden Kinder. Er achte stets auf die Gesundheit, die im Vordergrund stehe. Der 1962 geborene Londoner bewegt sich auf einem Feld, das außer ihm nur wenige Fotografen bisher entdeckt haben. Umso interessanter sind die Fotos, die aus seiner Arbeit entstehen.

Um die Bilder überhaupt zu ermöglichen, muss er Röntgenstrahlen auf die abzulichtenden Objekte schießen, wozu er eine radioaktive Quelle nutzt. Direkt hinter dem Objekt liegt ein Spezialfilm, auf dem die Bilder gespeichert werden. Anschließend muss Veasey die Fotos über einen Mega-Scanner laufen lassen, der eine Gesamtlänge von vier Metern aufweist. Nur dann kann er die Bilder digitalisieren und bearbeiten.

Seit dem 26.05.2010 und noch bis zum 31. Juli diesen Jahres stellt Veasey seine Bilder in einer Ausstellung aus. Diese findet in den „21galleries by Udo Walz” in der Fasanenstraße 37 statt. Die Ausstellung wird von 18 bis 2 Uhr geöffnet sein. Sonntags allerdings ist ein Besuch der Ausstellung nicht möglich.