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Das verknickte Foto

Ein entwickeltes Foto, das in einem Album oder einfach in der Schublade schon einige Zeit vor sich hin vegetiert, sieht nicht mehr so aus, wie an dem Tag, an dem man es vom Bilderservice zurück bekommen hatte. Viele Hände haben es mittlerweile in der Hand gehabt, es wurde aus der Nähe betrachtet, mit den Fingern darauf herum getappst. Manches Foto wurde hier auch sehr in Mitleidenschaft gezogen, es fehlen Ecken, es hat Risse oder Knicke. Solch ein verknicktes Foto in der Hand zu halten, wenn man es eigentlich zu einem Fotogeschenk weiter verarbeiten lassen wollte, ist sehr ärgerlich. Nicht immer ist das Bild hierfür noch geeignet. Da muss man dann etwas tricksen.

Steht kein anderes Foto zur Verfügung, auf dem in etwa das gleiche Motiv zu sehen ist, wird man nur die Möglichkeiten haben, die Idee vom Fotogeschenk zu verwerfen, oder das Foto zu reparieren. Das beste Beispiel für ein unwiederbringliches Foto ist zum Beispiel der erste Schultag der Eltern. Damals wurde ein solches Foto in einfacher Ausführung angefertigt, da die Kosten einfach zu hoch waren.

Mit den modernen Bildbearbeitungsprogrammen ist es manchmal möglich, ein solches Foto zu reparieren. Dazu muss man es sorgfältig einscannen oder abfotografieren. Diese Datei kann man dann langsam und Stück für Stück bearbeiten. Manche Software verfügt sogar über automatische Features, die mit einem Mausklick solche Schäden, wie Knicke oder abgerissene Kanten reparieren. Manchmal muss man vielleicht auch eine andere Form für das Foto auswählen, es zum Beispiel zu einem Oval zurechtschneiden. Unrettbar verloren ist zunächst einmal keines der Bilder, es sei denn, es ist völlig zerfetzt.