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Das Foto in der Gerichtsmedizin

Wer die CSI Folgen kennt, weiß auch, dass sowohl bei der Spurensicherung als auch in der Gerichtsmedizin ein Foto niemals fehlt. Eigentlich sind es hunderte von Bildern, die da gemacht werden.  Sie ergänzen sich später zu einer lückenlosen Kette von Ermittlungsergebnissen. Jedes Haar, das am Körper eines Toten oder an einem Tatort gefunden wird, kommt nicht nur in eine Tüte, sondern auch als Foto auf eine Speicherkarte. So wird jeder Fall von A bis Z dokumentiert.

Die Lösung und genaue Klärung eines Mordes kann durchaus von einem solchen Foto abhängig sein. Beweise werden handfest oder lösen sich in reine Spekulation auf, je nachdem, wie ermittelt wird. Wo genau ein Haar eines vermutlichen Täters am Körper einer Leiche gefunden wird, kann Aufschluss darüber geben, ob er wirklich etwas mit der Tötung zu tun hat, oder ob das Haar aus reinem Zufall am Körper gelandet ist. Auch nach Vergewaltigungen ist es sehr wichtig, dass jedes einzelne Detail fotografiert wird. So können noch Jahre später, wenn sich neue Erkenntnisse ergeben, neue Ermittlungen angestrebt und der Täter kann letztendlich überführt werden.

Das Foto allein löst natürlich noch keinen Fall. Es ist die akribische Arbeit aller Ermittler, die im Fall involviert sind. Eine Sonderkommission von Beamten der Kriminalpolizei, aber auch die Gerichtsmediziner, Profiler und Spurensucher können genauestens alle Kleinigkeiten verwerten, um letztendlich an Ermittlungsergebnisse zu kommen. Manches Foto muss mit einem Lineal in der vermeintlichen Hauptrolle geknipst werden, um zum Beispiel Blutspuren lokalisieren und deren Größe festlegen zu können. Selbiges gilt für Einschussstellen, den Fundort von Patronenhülsen und vieles mehr.