Auch wenn es eine echte Herausforderung darstellte, hat sich Lisa Hostleter daran gewagt, die Entwicklungen der US Fotografie nach dem Krieg in einem Fotoband nachzustellen. Mit dem jetzt erschienenen Werk „Street Seen - The Psychological Gesture in American Photography” ist es ihr gelungen, sechs Fotografen, die den Stil der damaligen Zeit geprägt haben, darzustellen.
Die Fotografen waren Lisette Model, Louis Faurer, Saul Leiter, Robert Frank, William Klein und Ted Croner. Sie gingen damals auf die Straßen New Yorks und sorgten mit ihren Bildern für eine wahre Aufbruchsstimmung in der US Fotografie. Das nun erschienene Werk, das die Entwicklungen einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, mutet auch an, wie ein Projekt, das durch den Jazz geprägt wurde.
Zwar hat sich die Fotografie in den USA mittlerweile noch weiter verändert, doch kann man trotz allem davon ausgehen, dass das genannte Werk eine besondere Bedeutung für die amerikanische Fotografie haben wird. Demzufolge wird sich der 208 Seiten umfassende Bildband, der im Handel für 45 Euro angeboten wird, sicherlich auch gut verkaufen.
Die Erfolgsgeschichte, die Bildbände über die Entwicklungen in der Fotografie in einer bestimmten Zeit bisher verzeichneten, wird wohl genauso weiterhin fortgesetzt werden können. Auch wenn sich der Bildband vorrangig an Hobby- und Profifotografen richtet, können sogar diejenigen, die wenig mit Bildern und Fotografie anfangen können, von dem Band profitieren. Sie sehen einmalige Aufnahmen aus der Nachkriegszeit, die bisher so noch nicht allzu oft abgebildet wurden. Ein realistisches Bild der damaligen Zeit wird mit diesen Fotos geboten, so dass man damit ein echtes Highlight der Fotografie-Geschichte finden kann.
